Nach dem Aufstieg im letzten Jahr herrschte in der gesamten Mannschaft Klarheit, dass der Kampf gegen den Abstieg das erklärte Ziel dieser Saison sein soll. Nach 11:9 Punkten in der Vorrunde waren die Hoffnungen groß, dieses Vorhaben in die Tat umsetzen zu können. Im Bereich des Möglichen schien gar ein Platz im vorderen Mittelfeld. Zur Rückrunde sollte sich das Blatt jedoch wenden - sehr zu unseren Ungunsten. Nicht nur, dass Kilian Knott aufgrund seiner Hochzeitsreise zahlreiche Spiele versäumen musste, folgte Jürgen dem Ruf seines Sohnes, um ebenfalls an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Die Lücken waren nicht zu schließen. Darüber hinaus grassierte eine Formschwäche, die letztendlich die gesamte Mannschaft infizieren sollte. Die Konsequenzen daraus: 0:20 Punkte in der Rückrunde, Tabellenletzter und Abstieg. So groß die Enttäuschung sein mag, richtet sich der Blick in die Zukunft. Im nächsten Jahr dürfte ein sofortiger Wiederaufstieg durchaus machbar sein. Einziger Abgang ist Thomas Herrmann, der bis auf weiteres seinen Rücktritt erklärt hat.
Anders als die erste Mannschaft erfüllten die Herren II die Erwartungen vollends. Unter zehn Mannschaften belegten sie einen stolzen siebten Rang. Als Leistungsträger erwiesen sich die etablierten Kräfte um Arno Stolz mit der beeindruckenden Bilanz von 9:3 im mittleren Paarkreuz und Aushilfe Fritz Brey mit 12:8 im vorderen Paarkreuz, wobei Fritz Brey mehr Spiele ableisteten musste, als vor der Saison geplant war - ihm gilt es an dieser Stelle herzlich zu danken. Darüber hinaus brillierte Markus Nunhofer mit bis dato ungeahnten Qualitäten, eine Bilanz von 17:10 spricht Bände. Zum Erfolg trugen auch die gewohnt starken Doppel bei, insbesondere Nunhofer/Stolz (10:5) und Brey/Rauch (10:1). Auch die Frischlinge Korbinian Bäßler, Simon Wein und Blasius Walch konnten gelegentlich glänzen, wenn auch allen klar war, dass der Schritt zu den Großen nicht ohne weiteres zu bewältigen sein dürfte. Peter Rauch und Rainer Mayerhofer vervollständigten die Mannschaft, die in der kommenden Saison nochmals stärker auftreten dürfte.
Als überragend erwiesen sich in dieser Saison die Damen. Wie gewohnt dominierte Claudia Nunhofer die Liga und sicherte sich mit 11:0 eine weiße Weste. Dass aber auch Kathrin Reinstein (12:3) zu alter Form auflaufen würde war ebenso wenig absehbar wie die positiven Spielverhältnisse aller (!) Spielerinnen, womit sie sich nicht nur den Aufstieg in die Bezirksliga sicherten, sondern punktgleich mit den Damen der TSG Laaber III, aber einem verlorenen Spiel weniger, den Meistertitel. Der Stolz des gesamten Vereins ist ihnen sicher, schließlich stellen sie die mit Abstand erfolgreichste Mannschaft der Saison 2010/2011 und setzen so einen Kontrast zum Abstieg der Herren I. In der kommenden Spielzeit richtet sich das Auge in erster Linie auf den Klassenerhalt, der allerdings möglich sein dürfte, schließlich haben alle Damen ihrer Trainingsbeteiligung zugesichert. Wir freuen uns auf eine spannenden Saison mit packenden Spielen.